
„Nur wer Bescheid weiß, kann Bescheid sagen“
Überall, auch am Lise-Meitner-Gymnasium (LMG), gibt es Schülerinnen und Schüler, die Opfer sexualisierter Gewalt zu werden drohen oder bereits geworden sind. Die Gefahr lauert meist im privaten Nahraum wie Familie, Verein, der Schule, oder auch über Online-Medien. Laut Statistik sind 1 bis 2 Kinder und Jugendliche pro Schulklasse von sexualisierter Gewalt betroffen. Allein am LMG wären das bis zu 60 Kinder bzw. 2 Schulklassen.
Die Schule ist dabei aber auch oft der Ort, wo sich Betroffene Hilfe zu holen versuchen, egal wo ihnen sexualisierte Gewalt begegnet ist. Die Erfahrung zeigt, dass sich Kinder und Jugendliche meist hilfesuchend an Gleichaltrige wenden, nicht an Erwachsene. Deshalb ist es dem Förderverein so wichtig, dass direkt die betroffene Altersgruppe geschult wird.
Bereits im Dezember 2024 hatte das LMG mit der finanziellen Unterstützung des Fördervereins eine Pilotschulung mit 24 interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 6, 7, EF und Q2 durchgeführt, und danach im Februar 2025 auch mit allen vier Klassen des sechsten Jahrgangs. Das Angebot soll unbedingt auf andere Klassen ausgeweitet und für die Zukunft abgesichert werden.
Eine solche Präventionsarbeit ist allerdings weder Teil der Lehrerausbildung noch des Lehrplans. Die Schule ist auf externe Fachleute angewiesen. Dafür stellen aber weder das Land noch die Kommune finanzielle Mittel bereit.
Der Förderverein springt auch hier ein und fördert diese Aktivität der Schule, damit die Schülerinnen und Schüler Bescheid wissen und Bescheid geben können.